Zanipress® - Wirkung, Nebenwirkungen, Dosierung - medikamio (2024)

Wann darf Zanipress nicht angewendet werden?

Wenn Sie auf einen der Wirkstoffe, Lercanidipin oder Enalapril, oder eng verwandte Arzneimittel (wie z.B. Amlodipin, Felodipin, Isradipin, Lacidipin, Nifedipin, Captopril, Fosinopril, Lisinopril und Ramipril) oder einen der Hilfsstoffe des Arzneimittels allergisch sind;

Wenn anlässlich der Einnahme eines blutdrucksenkenden Arz­neimittels (ACE-Hemmers) schon einmal ein sogenanntes An­gioödem aufgetreten ist [Überempfindlichkeitsreaktion mit Schwellungen im Gesicht, der Lippen, der Zunge und/oder im Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden)] oder wenn Sie an einem angeborenen Angioödem leiden;

Wenn Sie schwanger sind, gerade stillen oder im gebärfähigen Alter sind und keine sichere Verhütung anwenden;

Wenn Sie bestimmte Herzleiden haben wie: medikamentös nicht vollständig behandelbare Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz), Behinderung des Blutabflusses aus dem Herzen, instabile Angina pectoris (Ruheangina oder unter Belastung graduell sich verschlimmernde Angina pectoris), falls Sie vor weniger als einem Monat einen Herzinfarkt hatten;

Falls Sie schwer leber- oder nierenkrank sind;

Bei gleichzeitiger Einnahme gewisser anderer Arzneimittel (z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Erythromycin, Ritonavir, Ciclosporin) oder Grapefruitsaft; siehe auch «Wann ist bei der Einnahme von Zanipress Vorsicht geboten?».
Wann ist bei der Einnahme von Zanipress Vorsicht geboten?

Unter Zanipress kann es zu unerwünschten Wirkungen wie Schwindel, Übelkeit, Ermüdung oder Schwächegefühl kommen. Die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit Werk­zeuge oder Maschinen zu bedienen, kann deshalb beeinträchtigt werden. Dies gilt in besonderem Masse bei Behandlungsbeginn, Arzneimittelwechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Die Behandlung mit Zanipress bedarf der regelmässigen ärztli­chen Kontrolle.

Wenn Sie an einer Herz-, Nieren- oder Lebererkrankung leiden, harntreibende Arzneimittel einnehmen, eine salzarme Diät befol­gen oder kaliumhaltige Diätsalze einnehmen, wird Sie der Arzt bzw. die Ärztin speziell vorsichtig behandeln und ev. vor Thera­piebeginn besondere Massnahmen ergreifen.

Unter der Behandlung mit Zanipress kann der Blutdruck zu stark abfallen. Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn ent­sprechende Symptome wie Schwindel oder Schwarzwerden vor den Augen beim Aufstehen auftreten.

Falls während der Behandlung mit Zanipress Schwellungen im Gesicht, der Lippen, der Zunge oder im Rachen (Schluck- oder Atembeschwerden) auftreten (Angioödem), kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Unter der Behandlung mit Zanipress kann es zu einem hartnäcki­gen, trockenen Husten kommen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn bei Ihnen ein solcher auftreten sollte.

Teilen Sei Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn bei Ihnen eine Nierentransplantation durchgeführt worden ist. Sie sollten in die­sem Falle Zanipress nicht einnehmen.

Wenn bei Ihnen eine Desensibilisierungstherapie gegen Insekten­stiche (von z.B. Bienen, Wespen) notwendig ist, so ist Zanipress durch ein anderes Arzneimittel ohne ACE-Hemmer zu ersetzen. Es können sonst lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktio­nen auftreten. Teilen Sie deshalb Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn bei Ihnen eine Desensibilisierungstherapie durchgeführt wird. Solche Reaktionen können auch nach Insektenstichen auf­treten.

Die Einnahme von Zanipress bei einer Blutwäsche (Dialyse) unter Verwendung bestimmter Membranen oder bei einer speziellen, nicht medikamentösen Behandlung von stark erhöhten Blutfetten (Apherese) kann schwere Überempfindlichkeitsreaktionen bis hin zum lebensbedrohlichen Schock auslösen. Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn bei Ihnen solche Behandlungen durch­geführt werden. Er bzw. sie wird in diesem Fall Zanipress durch ein anderes Arzneimittel ersetzen.

Vor einer Operation oder Narkose (auch beim Zahnarzt) sollten Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt bzw. Ihre Ärztin oder Zahnärztin über die Einnahme von Zanipress informieren, da während der Narkose ein plötzlicher Abfall des Blutdrucks auftreten kann.

Eine Filmtablette enthält ca. 100 mg Laktose und sollte daher nicht von Patienten bzw. Patientinnen eingenommen werden, die unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern lei­den.

Wechselwirkungen mit anderen Arznei-, Nahrungs- und Genuss­mitteln

Bei gleichzeitiger Anwendung von Zanipress mit anderen Arznei-, Nahrungs- und Genussmitteln kann es zu Wechselwirkungen kommen (Verstärkung oder Abschwächung der Wirkung von Zanipress oder des anderen Arzneimittels). Dazu gehören: andere blutdrucksenkende Arzneimittel (z.B. Betablocker), Pilzmittel (z.B. Ketoconazol, Itraconazol), HIV-Arzneimittel (z.B. Ritonavir), Antibiotika (z.B. Erythromycin, Rifampicin, Trimethoprim), Arzneimittel zur Verhinderung der Organabstossung nach Transplantationen (Ciclosporin, Tacrolimus), Schlafmittel (Midazolam), Cimetidin (zur Behandlung von Magen-/Darmgeschwüren), Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen und andere Herzmittel (z.B. Amiodaron, Chinidin, Digoxin). Arzneimittel gegen Epilepsie (z.B. Phenytoin, Carbamazepin), blutfettsenkende Arzneimittel (Simvastatin), harntreibende Arzneimittel (Diuretika), kaliumhaltige Arzneimittel, kaliumhaltige Diätsalze, blutgerinnungshemmende Arzneimittel (Heparin), Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen (z.B. Lithium, Antidepressiva), Narkosemittel, entzündungshemmende Arzneimittel, Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes (Insulin, Antidiabetika zum Einnehmen), Grapefruitsaft, Alkohol.

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie andere Arz­neimittel anwenden. Er bzw. Sie wird entscheiden, welches Arz­neimittel Sie gleichzeitig mit Zanipress anwenden können, und eventuell die Dosis eines der Arzneimittel anpassen. Grapefruit­saft darf während der Behandlung mit Zanipress nicht eingenom­men werden und der Genuss von Alkohol sollte vermieden wer­den.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie

  • an anderen Krankheiten leiden
  • Allergien haben oder
  • andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Zanipress während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten, wenn Sie keine Verhütungsmethode anwenden und wenn Sie stillen, dürfen Sie Zanipress nicht einnehmen.

Wenn Sie Zanipress einnehmen und den Verdacht haben schwanger zu sein, setzen Sie sich mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärz­tin in Verbindung.

Zanipress® - Wirkung, Nebenwirkungen, Dosierung - medikamio (2024)

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